Propylenglykol

Propylenglykol

Propylenglykol ist eine fast geruchlose, ölige, viskose, farblose und hygroskopische Flüssigkeit.

Die Substanz kommt als Zwischenprodukt für Polyesterharze und Polyurethane, in Frostschutz- und Hydraulikmitteln, Bremsflüssigkeiten, Flammhemmstoffen, Weichmachern, Reinigungsmitteln, Konservierungsstoffen, Korrosionshemmern, Desinfektions- und Dispersionsmitteln, Füllstoffen, Schmiermitteln, Papierhilfsstoffen, Lösemitteln, Textilveredlern, sowie als Zusatz in Farben, Lebensmitteln, Kosmetika, Tabak (als Feuchthaltemittel), Pharmazeutika (in Cerumenolytika) und Pflanzenschutzmitteln vor.

Zusammen mit Wasser und Glycerin sorgt Propylenglykol als Bestandteil von Nebelfluiden für den gewünschten dichten Nebel bei Veranstaltungen ("Diskonebel") und in den E-Liquids. Bei Milchkühen wird es in einem Großteil der Erzeugerbetriebe zur Senkung des Fettgehaltes der Milch und zur Steigerung der Milchleistung eingesetzt. Hierbei werden auch unerwünschte Auswirkungen wie steifer Gang, intensives Speicheln sowie Hyperventilation und Depression beobachtet. Betroffen sind hiervon aber immer nur Einzeltiere, wobei die Reaktionen auch nicht immer spezifisch ablaufen(1).

Gesundheitliche Risiken für den Menschen sind bei geringen Dosen bisher kaum bekannt. Vereinzelt treten beim Inhalieren oder beim häufigen Aufenthalt in Theater- /Diskonebeln Augen und Atemwegreizungen (durch das Austrocknen der Schleimhäute) auf. In den E-Zigaretten werden zusätzlich noch Glycerin und Aromen, welche zum Teil als gesundheitlich bedenklich, und Nikotin, welches als gesundheitsschädigend eingestuft ist, eingesetzt.

(1) Quelle: https://www.dlg.org/fileadmin/downloads/fachinfos/futtermittel/propylenglykol.pdf

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