Elektrosmog

Elektrostress (Elektrosmog) ist lästig, bringt aber - erst mal - keinen um

Beschäftigt man sich mit dem Phänomen Elektrosmog (Elektrostress) und versucht sich sachlich damit auseinanderzusetzen stößt man schnell auf widersprüchliche Aussagen und sehr emotional geführte Diskussionen.

Die Schwierigkeit bei diesem Thema ist, dass wir für diese Art der Strahlung kein Wahrnehmungsorgan haben und es auch keine eindeutige Dosis- /Wirkungsbeziehung gibt. Wie bei dem ganz alltäglichen beruflichen und privaten Stress scheint es vielmehr so zu sein, dass es die unterschiedlichsten Gründe gibt, warum einige von uns damit besser umgehen können als andere. Letztendlich wird aber jeder von uns durch langanhaltende Stressphänomene geschädigt und es ist immer nur eine Frage wann und an welcher Stelle sich die Schädigung zeigt.

Sich an Diskussionen über Grenzwerte zu beteiligen mag zwar Spaß machen, hilft aber in der Praxis niemandem weiter. Wissenschaftlich eindeutig gesichert ist, dass es durch Elektrostress zu Effekten kommt, welche sich von Befindungsstörungen über Krebs bis hin zu erhöhten Selbstmordraten zeigen. Die meisten Untersuchungen, welche durchgeführt wurden und werden basieren auf Statistiken und wie man weiß´sind diese stets mit einer gewissen Unschärfe verbunden und spiegeln oftmals genau das wieder, was man bei der Anlage der Statistik zu finden hoffte. Stellt man eine Frage und wählt die richtigen Parameter kommt letztendlich genau das Ergebnis heraus, was man sich erhofft hat. Gerade in dem Milliardengeschäft der Mobilfunkindustrie darf man dem ein oder anderen Wissenschaftler getrost unterstellen, von seinen Geldgebern so beeinflusst worden zu sein, dass in seinen Arbeiten die Ergebnisse geliefert werden, welche sich der Auftraggeber wünscht.

Seit über 30 Jahren sind wir mit vielen Kollegen messend und beratend unterwegs und machen gemeinsam eine Erfahrung: Reduzieren Sie die Felder in Ihrem Umfeld auf das absolut notwendige und geben Sie Ihrem Körper insbesondere über Nacht in einer elektrosmogarmen Umgebung ausreichend Zeit zur Erholung bessert sich das Allgemeinbefinden, werden Sie stressresistenter und klingen Symptomatiken plötzlich ab, die vorher unbehandelbar schienen.

Im Bereich der Niederfrequenz

Überall wo technische Geräte oder Leitungen unter Spannung stehen, gibt es elektrische Felder. Sobald der Strom fließt kommt ein magnetisches Feld hinzu. Magnetfelder abzuschirmen ist nahezu unmöglich, ihnen auszuweichen oft sehr schwer.

Feldverursacher gibt es viele: Jedes elektrisch betriebene Gerät innerhalb des Haushaltes gibt während des Betriebes mehr oder minder starke Felder in verschiedenen Frequenzbereichen ab. Von draußen kommen dann noch Überlandleitungen, Umspannstationen, Trafos, der Bahnstrom, Dachständer, Hausanschlüsse und größere technische Anlagen hinzu.

Die Wirkungsweise ist stets abhängig von der Feldart, der Feldstärke und der Frequenz, der Richtung des Körpers zum Feld, der Einwirkzeit, der Ruhe- bzw. Aktivitätsphase und der persönlichen Empfindlichkeit.

Im Bereich der Hochfrequenz

Dieser Bereich ist sehr schwierig zu fassen, da nicht nur die Definition nicht eindeutig ist, wir haben es auch mit einem Mix aus unterschiedlichen Strahlungsarten (analog, digital, digital gepulst), Wellenlängen, Bandbreiten, etc. zu tun.

Dabei verhält sich die Strahlung im Nahfeld anders, als die im Fernfeld und wird die Strahlung mit ansteigender Frequenz (abnehmender Wellenlänge) dem Licht immer ähnlicher.

Hochfrequente Strahlung kann man abhängig von ihrer Wellenläge beugen, reflektieren, streuen und absorbieren. So können relativ langwellige Frequenzen sich der Geländestruktur anpassen, während sehr hohe Frequenzen am besten mit Sichtkontakt der Antenne empfangen werden können.

Im häuslichen Umfeld gibt es immer mehr Sender. Neben dem eigenen Smartphone, dem Tablet, dem Router, dem DECT-Telefon finden wir bei unseren Messungen immer häufiger Stereoanlagen, Fernseher, Spielekonsolen, Wärmemengenzähler, Stromzähler, LED-'Lampen, Alarmanlagen, Armbanduhren, Headsets, Tastaturen und viele weitere Geräte, welche ihren Beitrag zum Strahlenstress beitragen.

Ruhige Zonen gibt es immer weniger, da auch die Geräte aus der Nachbarschaft in unsere eigenen vier Wände einstrahlen und manch einer meint, er könnte gar nicht genug bekommen und Repeater, Verstärker, Antennen mit hoher Leistung, etc. für eine noch höhere Leistung einsetzen muss. Auch die elektrischen Leitungen sind daher immer stärker mit Hochfrequenz verschmutzt (genannt Dirty Power), was nicht nur unserer Gesundheit sondern auch empfindlichen technischen Geräten immer mehr zusetzt.

Herkunft

Messung von Elektrosmog

Messung von Elektrosmog

Wenn Sie in Ihrem Haushalt nach Verursachern des E-Smogs suchen, sollten Sie dieses in mehreren Richtungen tun. Zuerst suchen Sie nach starken Verbrauchern (Durchlauferhitzer, Bügeleisen, Nachtspeicherheizung, etc.), dann nach Geräten, die sehr körpernah zum Einsatz kommen (Föhn, elektrischer Rasierer, [Mikrowellen-, Induktions-] herd, Handy, etc.).

Zum Schluss schauen Sie noch nach älteren Geräten, die besonders wenig Strom verbrauchen und gleichzeitig über ein Netzteil verfügen (Radiowecker, Ladegerät, etc.).

Als Faustregel können Sie sich merken, dass je mehr dieser Punkte gleichzeitig zutreffen und je länger die Einwirkzeit auf den Körper ist, desto kritischer sind die Geräte zu bewerten.

Einige Beispiele hierzu (die bei Ihnen tatsächlich vorkommenden Werte können stark von denen hier angegebenen abweichen), wie wir sie bei unseren Messungen gefunden haben:

- Der Föhn wird von Ihnen möglicherweise einmal täglich in Kopfnähe für 10 Minuten benutzt. Die Feldstärke liegt elektrisch bei ca. 180 V/m, magnetisch bei zum Teil über 2000 nT.

- Der elektrische Rasierer bringt ein- bis zweimal täglich ein elektrisches Wechselfeld von über 230 V/m und ein magnetisches Wechselfeld von 4500 nT an Ihren Körper.

- Der elektrische Wecker am Kopfende Ihres Bettes bringt je nach Abstand Feldstärken von 10 bis 100 V/m und 120 bis 35.000 nT (bei alten Geräten) an den Kopf und das für sechs bis zehn Stunden täglich.

- Beim Kochen mit dem Elektroherd entstehen in Unterleibshöhe Felder von über 230 V/m und zum Teil über 4000 nT, gemessen an den Schaltknöpfen des Herdes. Induktionskochfelder sind dabei die stärksten Strahler. Bei gleichzeitig laufender Mikrowelle kommen noch einmal bis zu 6000 nT und 200 V/m (und möglicherweise einige Mikrowatt Hochfrequenz) hinzu.

- Die Halogenlampen an der Decke (insbesondere wenn sie mittels "Seilen" aufgehängt sind) bringen je nach Nähe zum Trafo bis zu 200 V/m und 30 bis 30000 nT.

- Die Leuchtstoffröhren und die Kühltruhen des Supermarktes unter Ihrer Wohnung erzeugen Felder von bis zu 300 nT in Ihrer gesamten Wohnung und das rund um die Uhr.

- Die Überlandleitung in 200 m Abstand bringt je nach Auslastung 10 bis 250 nT in Ihre Wohn- und Schlafräume, dies aber ebenfalls rund um die Uhr.

Diese Liste ließe sich beliebig lange fortsetzen, insbesondere, wenn man den Aufenthalt um Auto, in der Bahn, an der Arbeitsstätte, etc. hinzuzieht. Versuchen Sie einmal Ihren eigenen Alltag zu protokollieren. Sie werden sich wundern, was da alles zusammenkommt.

Sanierung und Vermeidung

Elektrosmogmessung

Elektrosmogmessung

orientierende Messung des elektrischen Wechselfeldes

Wichtig ist, dass man weiß, dass es gegen die magnetischen Wechselfelder kaum wirksame bzw. finanzierbare Abschirmmaßnahmen gibt, außer dem Abstand und konsequentem Abschalten der Geräte (Stecker raus, da viele Geräte, ohne dieses anzuzeigen, im Standbybetrieb verbleiben!) bei Nichtgebrauch. Das elektrische Wechselfeld hingegen lässt sich relativ einfach ableiten, bzw. eliminieren. Hierfür reichen Anstriche, Folien oder spezielle Putze völlig aus.

Des Weiteren gibt es die Möglichkeit im Schlaf- oder Ruhebereich mittels sogenannter Netzabkoppler oder Funkschaltern bezogen auf das elektrische Wechselfeld für Ruhe zu sorgen. Auch das abendliche Abschalten der betreffenden Sicherung ist eine praktikable, wenn auch umständliche Möglichkeit.

Netzabkoppler können Sie gerne bei uns bestellen, Funkschalter erhalten Sie im Baumarkt. In beiden Fällen empfiehlt es sich zu den Geräten ein spezielles Nachtlicht in die Steckdose zu stecken, damit der einwandfreie Betrieb der Geräte ständig überprüft werden kann. In Ruhezonen (wenn Ihnen der Mehrpreis unwichtig ist: im ganzen Haus) empfehle ich den Einbau abgeschirmter Kabel und Dosen. Bei dem Einsatz eines Funkschalters muss gemessen werden, ob dieser die Phase oder den Nullleiter schaltet. Nur wenn die Phase geschaltet wird (ggfs. muss das Gerät gedreht werden) wird das Feld eliminiert. Überprüfen können Sie dieses durch einen berührungslosen Phasenprüfer. Gibt dieser am Kabel nach dem abgeschalteten(!) Funkschalter noch Alarm steckt dieser falsch herum in der Dose.

Ausblick

Da die allgemeine Belastung durch Elektrosmog im hoch- und niederfrequenten Bereich immer stärker wird, in Deutschland der Gesetzgeber nach wie vor alles tut, was bestimmte, von großen Industrien gesponserte Verbände von Ihm verlangen, können wir nur selbst tätig werden, indem wir strahlungsarme Zonen mit einem Minimum an Technik schaffen, um unserem Körper eine ausreichende Zeit zur Regeneration zu bieten.

Zu diesen Ruhezonen zählen insbesondere die Schlafräume, die als der zuerst zu optimierende Platz gelten. Hier haben weder Radiowecker, noch Fernseher, noch Telefone oder andere technische Einrichtungen etwas zu suchen. Alufolien (Dampfsperre), Spiegel, und metallene Betten und Matratzen sollten aufgrund Ihrer Antennenwirkung ebenfalls entfernt werden.

Sollten Sie auf bestimmte Dinge nicht verzichten wollen oder können (el. Bettverstellung, Alarmanlage, etc.), ist es ratsam eine Messung durchzuführen, um die tatsächliche Belastung und mögliche Alternativen herauszufinden.

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