Dampfbremse /-sperre

Dampfbremse

Ganz ohne eine Dampfbremse zu bauen ist nicht möglich - dem Haus aber gleich einen "Plastiksack" - eine Dampfsperre - überzustülpen eigentlich dummes Zeug.

Moderne Baumaterialien sind oftmals derartig unnatürlich geworden, dass sie mit den ganz normalen natürlichen Prozessen von Feuchtigkeitsaufnahme, -speicherung und -abgabe nicht mehr zurechtkommen.

Die Folge ist, dass sich vermehrt Kondenswasser an den bautechnisch unvermeidlichen Wärmebrücken niederschlägt und es dort zu Schimmelbildung kommt. Wird eine dampfsperrende Schicht nur an der Außenseite des Hauses angebracht bricht die Dämmung zusammen, da die Wände feucht werden und sie selbst nichts mehr zur Wärmedämmung beitragen können. Besonders schlimm erlebt man dies z. B. bei Fachwerkbauten - was die Natur in den Jahrhunderten nicht zerstören konnte, schaffen wir mit unserem "Dämmwahn" bei falscher Ausführung in wenigen Jahren.

Gerade in Neubauten müssen in den ersten Jahren zwischen 2.000 und weit über 100.000 Litern (je nach Baustoffen, Baufeuchte, Hausgröße, etc.) Wasser "hinausgeheizt" werden - erst dann hat sich die Gleichgewichtsfeuchte hergestellt und die theoretische U-Wert-Berechnung wird auch in der Praxis wenigstens annähernd erfüllt.

Aus baubiologischer und bautechnischer Sicht optimal ist eine Dampfbremse. Diese verhindert, dass Bauteile durchfeuchtet werden. Das geplante Dampfdiffusionsgefälle muss dabei zur kalten Seite (in der Regel folglich zur Außenseite) hin stetig abnehmen.

Der sd-Wert einer Dampfbremse liegt zwischen 0,5 und <1.500m. "Intelligente", also feuchtevarible Dampfbremsen können sich den klimatischen Bedingungen in so fern anpassen, dass sie eine Rücktrocknung des Bauteils erlauben, wenn - und dies ist im Laufe der Zeit auch bei bester Bauausführung unvermeidbar - doch einmal Feuchte in die Konstruktion eingedrungen ist.

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