Fasern

Messung von Mineralfasern aus Steinwolle und Glaswolle

Fasern aus Mineralwolle können aufgrund ihrer Größe, ihrer Spaltbarkeit und ihrer chemischen Zusammensetzung die Gesundheit gefährden. Dabei sind vor allem künstliche Mineralfasern (KMF) aus Steinwolle oder Glaswolle ein großes Problem.

Die Gesundheitsgefahr ergibt sich aus der Fasergröße von über 5 µm Länge, einem Durchmesser von weniger als 3 µm und einem Länge-Dicke-Verhältnis von über 3:1. Werden diese Werte erreicht oder überschritten, sind die Fasern lungengängig und werden als krebserregend eingestuft. Sie tragen dann die Bezeichnung WHO-Fasern. Unabhängig von ihrer Kanzerogenität können sie bei der Freisetzung zu Irritationen der Haut, sowie Augen- und Schleimhautreizungen führen.

Mineralwolle, welche vor dem Jahr 2000 verbaut wurde, sollte grundsätzlich vor einer Bearbeitung oder eines Rückbaus untersucht werden. Wichtig ist, dass vor jeder Tätigkeit, bei der Mineralfasern freigesetzt werden können, eine Gefährdungsbeurteilung erstellt wird. In dieser muss eingeschätzt werden, in welche Expositionskategorie die Arbeiten einzustufen sind und welche Sicherheitsmaßnahmen daraus abgeleitet werden müssen. Hierfür bietet die TRGS 521 (Technische Regeln für Gefahrenstoffe) wichtige Empfehlungen und Vorschläge zur Einhaltung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes.

Um ihre Gesundheit zu schützen, ist es daher ratsam einen Fachmann zu beauftragen. Wir untersuchen die Luft, den Staub und Materialien auf deren Belastung und Gefahrenpotential. In Altbauten erstellen wir auch Schadstoffkataster und gewährleisten hierdurch einen maximalen Gesundheitsschutz für die Nutzer. Denn als Laie sollten sie auf keinen Fall selbst Hand anlegen, sondern den Abriss bzw. Rückbau zertifizierten Unternehmen überlassen. Jede Erschütterung, jeder Bruch und jeder stärkere Windstoß kann Millionen feinster Fasern freisetzen.