relative Luftfeuchte

Relative Luftfeuchte

Je wärmer die Luft ist, desto mehr Feuchte kann sie aufnehmen. Wichtig ist dabei zwischen Wasser in der Luft (feinste Tropfen, wie beim Nebel oder beim Kochen) und Wasserdampf, dem gasförmigen Zustand des Wassers, zu unterscheiden.

In der Regel wird die Menge des Wasserdampfes in der Luft als relative Feuchte bezeichnet. Je mehr Wasserdampf in der Luft ist, desto mehr ist sie relativ zu ihrer maximalen Aufnahmekapazität gesättigt.

50% relative Feuchte geben also an, dass 50% der maximal aufnehmbaren Feuchtemenge (bezogen auf Temperatur und Luftdruck) aufgenommen wurden. Die Wasserdampfsättigung der Luft liegt folglich bei 100%

Die absolute Feuchte (g/kg oder g/m3) muss daraus errechnet werden. Nur aufgrund dieses absoluten Wertes ist eine Aussage möglich, ob eine Lüftung sinnvoll ist.

Beispiel

Sie messen und vergleichen an einem Wintertag die Luft der Innentemperatur (50% rel. Feuchte bei 20° C) mit der Luft der Außentemperatur (80% rel. Feuchte bei -5° C)

Beim ersten Blick auf Ihr Messgerät ist die Luft außen folglich deutlich feuchter, als die Luft drinnen.

Stimmt diese Aussage?

Bei einer Lufttemperatur von 20°C kann die Luft maximal 17,25 g/m3 Wasserdampf aufnehmen und bei einer Lufttemperatur von - 5° C kann die Luft maximal 3,4 g/m3 Wasserdampf aufnehmen.

Vergleichen Sie die beiden absoluten Werte (50% von 17,25 g = 8,63 g, 80% von 3,4 g = 2,72 g), sehen Sie, dass die Außenluft viel trockener ist und durch Lüftung eine große Menge Wasserdampf schnell abgeführt werden kann.

Die Erfahrung zeigt, dass die Innenraumluft in Wohngebäuden richtig gemessen und bewertet fast immer feuchter ist als die Außenluft.

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