Hausstaubmilben

Die Hausstaubmilbe ist ein natürlicher Mitbewohner in nahezu sämtlichen Haushalten. An und für sich ist dies völlig problemlos - sie überträgt weder Krankheiten noch vernichtet sie irgendwelche Dinge, die uns lieb und teuer sind. Dennoch kann sie für Allergiker und Menschen, die zu Asthma neigen, zu einem ernsten Problem werden.

Diese Milbenart lebt überall da, wo es feuchtwarm ist (20° - 30° C bei einer Luftfeuchte von 65 - 80%) und sich ihr genügend Hautschuppen von Mensch und Tier und oder Daunen (Faserbruchstücke, Federn etc.) als Nahrung bieten.

Das genannte Klima herrscht bei uns in Mitteleuropa in den Monaten Mai bis Oktober - ausgerechnet zu der Zeit, in der sich die Milbe vermehrt. Während ihr Temperaturänderungen nur wenig ausmachen, schadet ihr eine Luftfeuchtigkeit unter 33% bzw. über 90%.

Ihre bevorzugten Nistplätze sind Matratzen, Polstermöbel, Teppiche, Teppichböden, Kopfkissen, Stepp- und Daunendecken und fast alle weiteren textilen Einrichtungsgegenstände. Hierbei sollten weder die Schlafstätten der Haustiere noch das textile Kinderspielzeug übersehen werden.

Die Allergie wird ausgelöst durch die Exkremente. In der trockenen Luft der Wohnung also vor allen Dingen während der Heizperiode - wird der getrocknete Kot immer wieder aufgewirbelt und somit eingeatmet. Auch das Staubsaugen mit Geräten, die keinen zusätzlichen Fliesfilter (im Beutel oder extra am Luftaustritt) haben, führt zu einer zusätzlichen Belastung.

Während Grundöfen, Wand- und Deckenheizungen nahezu ausschließlich Strahlungswärme produzieren und der Staub somit auf dem Boden liegen bleibt, tragen gerade unsere modernen Heizsysteme, die nahezu ausschließlich Konvektionswärme produzieren, ihren Teil zur Belastung der Atemwege bei.

Eine vorübergehende Linderung und zuverlässige Abtötung der Milben können Sie Mithilfe eines starken (Industrie- oder Wasser-) Staubsaugers und einer riesigen Plastikhülle erreichen: Stecken Sie Ihre Matratze in die Hülle und saugen Sie die darin befindliche Luft ab. Kleinere Teile (Stofftiere, etc.) kommen in die Gefriertruhe und dürfen dort ordentlich durchfrieren.

Dauerhaft hilft das nur das Verbannen von Teppichböden, die Minimierung elektrostatisch geladener Flächen, das Staubsaugen mit allergikergeeigneten Geräten (besser feucht wischen), der Austausch der Federbetten (die ohnehin ungesund sind) gegen besser geeignete Naturmaterialien und der Suche nach der Ursache der Allergie.

Achten Sie beim Verlegen der Randleisten darauf, daß ein kleiner Spalt zwischen der Leiste und dem Boden bleibt. Hierin lebt die Raubmilbe, ein natürlicher Feind der Hausstaubmilbe - und die macht, was sie am Besten kann -> Den Bestand der Ärgerlinge klein halten.

Die Höhe der Milbenbelastung in Ihren Betten und Polstermöbeln oder auch den Kuscheltieren Ihrer Kinder können Sie mit dem Dräger Bio-Check Allergen Control erfassen, den wir Ihnen gerne zusenden.

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