Bautechniken

Während die ökologische Bauweise die Umwelt in den Mittelpunkt stellt und oftmals den Eindruck erweckt, als sei der Bewohner das zu tolerierende Übel, setzt die biologische Bauweise beim Menschen an.

Ökologisch Bauen bedeutet im Extremfall: schwarze (wegen dem Wärmegewinn) Kugel (wegen der geringen Abstrahlfläche und den fehlenden Wärmebrücken) ohne Türen und Fenster (dann kann keine Wärme entweichen) und das ganze natürlich voll recyclingfähig.

Beim biologischen Bauen ist man eher bereit scheinbare Kompromisse zu Lasten der Umwelt einzugehen. Statt extremer Wärmedämmung und High-Tech-Bauweise kommen Naturmaterialien zum Einsatz, welche konsequenterweise am Ende ihrer Lebenszeit kompostiert werden und nicht erst aufwändig recycelt werden müssen. Dabei gilt auch das "thermische Recyceln" noch als ökologisch - dabei bedeutet dies nichts anderes als die Verbrennung des Materials. Beim Biologischen Bauen steht der Mensch im Mittelpunkt. Der Hauptaspekt liegt hier auf dem Miteinander mit der Natur. Porenoffene und dampfdiffusionsfähige Materialien, viel Licht, passive Sonnenenergienutzung, Strahlungswärme, etc. sorgen für ein angenehmes Wohnklima und fördern die Gesundheit.

Konsequent biologisch baut man folglich am besten ausschließlich mit natürlichen Materialien wie beispielsweise Holz, Stroh, Hanf, Zellulosedämmwolle, Kalk und Lehm. Je nach geplanter Nutzung des Hauses müssen allerdings Kompromisse gemacht werden. So ist die Trittschalldämmung im Holzhaus immer problematisch, so dass im Mehrfamilienhaus eine gemauerte Bauweise vorzuziehen ist.

Biologisch geplante und gebaute Häuser gibt es sowohl als Fertighaus, als auch als "Selbermachervariante". Alte Häuser sollten aufgrund ihrer besonderen Bausubstanz möglichst mit "alten" Materialien saniert werden, welche den Bedürfnissen der vorhandenen Baustoffe gerecht werden. So können Sie beispielweise ein jahrhundertealtes Fachwerkhaus zerstören, wenn Sie von außen mit dampfsperrenden Materialien isolieren. Verwenden Sie aber Naturfarben, -lasuren, -lacke, behandeln die Holzflächen mit Ölen und Wachsen, ersetzen schadhafte Lehm- und Kalkputze mit den gleichen Materialien, so kann das Haus noch jahrhundertelang seinen Charme verbreiten.

Beim bewussten Einsatz natürlicher Materialien, beim Leben mit statt gegen die Natur sind Aspekte wie die theoretische Energieeffizienz, etc. weniger wichtig. Auch wird der Bau und somit das Bewohnen unkomplizierter. Der Schimmel hat weniger Chancen, weniger technische Einrichtungen sind weniger störungsanfällig, die Gefahr von Ausgasungen ist geringer und vieles mehr.

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