Ozon / Ozonierung

Ozon ist ein sehr reaktives Gas, welches sich insbesondere im Sommer in Verbindung mit den Stickoxiden in Bodennähe bildet. Natürlich kommt es nur in den obersten Luftschichten unseres Planeten vor. Seine Aufgabe dort ist es, einen natürlichen UV-Schutz aufzubauen.

Schäden durch Ozon treten insbesondere an den Lungenbläschen auf. Daher wird bei erhöhter Ozon-Konzentration auch von sportlichen Aktivitäten im Freien gewarnt.

In Innenräumen kommt es normalerweise gar nicht vor. Höhere Dosen finden sich dort nur in der unmittelbaren Umgebung von Solarien, alten Laserdruckern und Kopierern. Auch Schutzgasschweißer gelten als gefährdet.

Die Gefahr durch bodennahes Ozon in der Natur steigt in den letzten Jahren insbesondere durch Autoabgase immer mehr, so dass insbeosere in den Sommermonaten immer wieder Richt- und Grenzwerte überschritten werden.

Technische Anwendung

Ozon wird technisch auch zur Geruchsvernichtung und Desinfektion eingesetzt.

Hierzu muss man wissen, dass Ozon dabei viele mögliche unerwünschte Nebenwirkungen hat und kein Wundermittel ist.

Es muss daher in jedem Einzelfall im Vorfeld untersucht und bewertet werden, wie hoch die Gefahren sind, wie wahrscheinlich die Wirkung ist und mit welchen Nebenwirkungen zu rechnen ist. Insbesondere muss gewährleistet sein, dass die zu begasenden Räume absolut dicht verschlossen sind.

Ozon wirkt stark oxidierend und daher korrosiv. Insbesondere nasse Metalle werden angegriffen. PU kann zersetzt werden. Fotografien, Papier, Gummi, Textilien können verspröden, Farbstoffe können sich verändern, neue Schadstoffe gebildet werden. Daher ist die genaue Planung im Vorfeld und die sorgfältige Einrichtung der Baustelle sehr wichtig.

Betritt man die Räume während oder direkt nach einer Ozonierung kann bei den dann anzutreffenden Konzentrationen unmittelbare Lebensgefahr bestehen. Geringe Konzentrationen führen zu Schleimhautreizungen, Augenbrennen, Hustenanfällen und starken Kopfschmerzen. Bei höheren Konzentrationen besteht die Gefahr des vollständigen und irreversiblen Lungenversagens. Ozon ist als krebserzeugend Kategorie 3 (begründeter Verdacht) eingestuft.

Nach von uns durchgeführten Ozonierungen kann unserer Erfahrung nach entweder:

- Die Geruchs- und Hygieneproblematik vollständig gelöst sein (Erfahrung Geruch 80%, Hygiene oberflächennah 100%)
- Sich der Geruch nur gemindert und verändert haben (Erfahrung 15%)
- Sich geruchlich überhaupt nichts verändert haben (Erfahrung 5%)
- Ein Schwimmbadgeruch (erinnert an Chlor) übrig bleiben (Erfahrung 40%), der sich aber binnen weniger Tage bis Wochen vollständig abbaut
- Eine erhöhte Aldehydkonzentration entstanden sein (uns nur aus der Literatur bekannt)

Ozon baut sich mit sich selbst oder mit anderen chemischen Verbindungen schnell ab und ist bei ausreichender Wartezeit nach einer Ozonierung nicht mehr nachweisbar. Diese Wartezeit hängt von unterschiedlichen Faktoren ab und muss daher individuell festgelegt und immer kontrolliert werden.

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