PH-Wert

Mit dem PH-Wert wird angegeben, ob eine Flüssigkeit neutral, alkalisch oder sauer ist. Bestimmt wird er durch die Wasserstoffionenkonzentration.

Der neutrale Wert liegt bei 7 - alle niedrigeren Werte werden als sauer alle höheren Werte als alkalisch oder auch als basisch bezeichnet. Die Skala reicht von 1 bis 14.

Selten ist ein neutraler Wert wirklich erstrebenswert. Während eine Seife mit einem "neutralen PH-Wert" stets einen sauren Wert von 5,5 haben muss, um sich dem Säureschutzmantel der Haut gegenüber neutral zu verhalten, sollte unsere Ernährung eher alkalisch sein. Der optimale PH-Wert des Trinkwassers liegt nach Vincent zwischen 6,2 und 6,8 und unsere Trinkwasserverordnung lässt einen Spielraum von 6,5 bi 9,5 zu.

Ebenfalls interessant ist dieser Wert in Bezug auf unsere Körperflüssigkeiten. Der optimale PH-Wert des Blutes liegt im basischen Bereich zwischen 7,35 und 7,45. Schon eine Senkung des Wertes auf 7,05 führt zum den Tod des Menschen.

Schweiß und Urin können zwischen 4 (bei sehr kranken Menschen) und 8 bei Babys liegen - selten auch darüber. Der Urin ist daher auch eine gute Möglichkeit herauszufinden, ob Ihr Körper überschüssige Säuren abgeben muss, umgangssprachlich also übersäuert ist.

Schon geringe Veränderungen des PH-Wertes im Blut können lebensgefährliche Zustände auslösen. Da die Hauptaufgabe der PH-Regulierung der Niere zukommt, sollte diese durch regelmäßige Flüssigkeitszufuhr (Trinkwasser, frisch gepresste Säfte, ungesüßte Kräutertees) unterstützt werden. Gerade eine gelegentliche kurzfristige "Spülung" mit einer großen Menge oben genannter Flüssigkeiten, kann den Entgiftungsorganen eine große Hilfe sein. Frisch gepreßte Gemüsesäfte können im Übrigen PH-Werte im zweistelligen Bereich erreichen.

Die Übersäuerung

Durch unsere moderne Ernährung führen wir unserem Körper in der Regel ein deutliches Übermaß an Säuren in Form von Mineralwasser, Süßigkeiten, Fleisch, etc. zu. Beim Stoffwechsel entstehen zusätzlich unter Anderem Kohlen- Phosphor und Schwefelsäure.

Der Körper muss die entstehenden Säuren neutralisieren, indem er sie an Mineralien bindet, welche er aus pflanzlicher Nahrung (und nicht aus dem Wasser!) erhält. Stehen von diesen Mineralien nicht genug zur Verfügung, werden die Stoffwechselprodukte Anfangs im Bindegewebe, später dann auch in Muskeln und Gelenken eingelagert. Nach anfänglichen Beschwerden wie Müdigkeit und fehlender Ausdauer bei sportlichen Aktivitäten kommt es spätestens jetzt oft zu unerklärlichen Rückenschmerzen, Weichteilrheuma, Tennisarm, etc.

Da das Blut nur einen sehr engen PH-Spielraum hat, muss der Körper hier unbedingt immer im Gleichgewicht bleiben. Stehen ihm nicht genug Mineralien aus der Nahrung zur Verfügung greift er auf seine Kalziumdepots in den Knochen zurück.

Damit es nicht so weit kommt, sollten Sie auf eine möglichst basische Ernährung achten: Kartoffeln, Wurzel-, Knollen-, Stauden- und Blattgemüse, alle Obstsorten und teilweise auch aus Getreidesorten sind basisch.

Sie können Ihre Nahrung auch durch basische Mineralstoffpräparate (Citrat-Basenpulver) ergänzen, die es als fertige Pulver oder Tabletten in Drogeriemärkten und Apotheken gibt.

Auch wenn es paradox erscheint können säurehaltige Früchte wie Zitronen, Orangen oder Rhabarber die Übersäuerung nicht verstärken - im Gegenteil: Frucht- und Milchsäuren (aus Joghurt oder Sauerkraut) verbessern den Stoffwechsel in Richtung alkalisch.

Neben Ernährung, Sport und Sauna hilft auch das Baden mit alkalischen Zusätzen (Badesalz). Dabei gibt der Körper dabei über die Haut vermehrt Säuren ab.

Im Übrigen stimmt die Feststellung verärgerter Mitmenschen "Ich bin sauer" tatsächlich. Verärgerung und Stress sorgen durch die Wechselwirkung mit der Nahrung und körpereigenen Hormonen (Thyroxin, Adrenalin) für eine drastische Übersäuerung des Gewebes.

Ihren eigenen Urin messen Sie am einfachsten mit Teststreifen, die Sie in jeder Apotheke kaufen können. Da der PH-Wert im Lauf des Tages stark schwankt, nehmen Sie als Zielwert für den Vormittag 6,2 - 6,8 und für den Abend 6,8 - 7,4.

Elektrosmog - Lärm - Schadstoffe - Schimmel - Radioaktivität - Ihr Baubiologe