Wärmedämmung

Geschichtliches

Auf der Rückseite der Feuerstelle befindet sich ein Grundofen der von hier aus beheizt wird. Dieser steht in der guten Stube (Wohnzimmer). Die von dort aufsteigende Wärme beheizte das darüberliegende Schlafzimmer ein Wenig. Alle anderen Räume waren unbeheizt.

Es gab Zeiten, da war man froh, wenn man es in einigen Räumen der Wohnung in der kalten Jahreszeit ein Wenig warm bekam. Oftmals gab es nur ein offenes Feuer in der Küche von dem der Qualm durch das ganze Haus zog. Allenfalls die Gute Stube (das Wohnzimmer) und vielleicht auch das Schlafzimmer wurden ein Wenig beheizt.

Burgen waren gar nicht, Schlösser kaum beheizbar. Offene Kamine erzeugten kaum Wärme und das Wissen der Römer um eine Fußbodenheizung war lange verloren gegangen.

Hinzu kamen die undichten Fenster welche oft nur mit gegerbten Häuten, später auch mit einer einfachen Verglasung verschlossen wurden. Das englische Wort "window" zeigt das Problem noch heute auf - man hatte die Wahl zwischen Licht und Zugerscheinungen. Aus meiner Kinderzeit kenne ich noch die Zusatzfenster, welche im Winter vor die normale Verglasung gestellt wurden und die Wärme somit ein Wenig besser im Haus hielten.

Wärme wurde von den Tieren unter oder auch um das eigentliche Wohnhaus erzeugt. Gedämmt wurde mit dem Heu auf dem Speicher, dem Holzstapel vor dem Haus, der Verschindelung und anderen einfachen Mitteln.

das gestapelte Holz und der Bewuchs der Wand halten Feuchtigkeit und Wind von der Wand ab. Hierdurch wird die Auskühlung des Bauwerks verhindert.

Die Eisblumen am Fenster sind eine romantische Vorstellung unserer Tage, sie zeigen aber wie kalt das Glas und somit auch das Haus damals war.

Heutzutage haben wir dank der Zentralheizung in allen Räumen nahezu die gleiche Temperatur. Und dank der immer besseren Dämmtechnik haben wir gleichzeitig verhältnismäßig geringe Heizkosten.

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