Leitwert

Wenn Sie Ihre Wasserwerke fragen, werden Sie sicherlich zu hören bekommen, dass unser Leitungswasser absolut sauber ist und eine sehr hohe Qualität hat.

Diese Aussage stimmt leider nur bedingt - und wie so oft, kommt es hier stark auf die Sichtweise an. Sicherlich ist unser sogenanntes Trinkwasser mikrobiell sehr sauber. Auch diverse Chemikalien und Schwermetalle werden überprüft und dürfen zum Teil nicht oder kaum nachweisbar sein.

Biologisch einwandfrei ist es deswegen aber noch lange nicht. Zum Einen wird nicht auf alle möglichen Parameter untersucht. Dies wäre einerseits zu teuer, andererseits dürfte es dann auch gar nicht mehr als Trinkwasser deklariert werden. So verfährt man streng nach dem Motto: "Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß!"

Während die Suche nach Arzneimittelrückständen, Chemikalien, Schwermetallen, Salzen, Radioaktivität, etc. sehr aufwendig und teuer ist kann man den wichtigsten Parameter mit wenig Aufwand selbst bestimmen: Den elektrischen Leitwert.

Dieser Messwert variiert mit der Menge der gelösten Salze (Ionen) und bewegt sich zwischen 0 (destilliertes Wasser) und über 2000 Mikro-Siemens pro cm (sog. Heilwässer).

Das Ziel für Ihr Trinkwasser sollte nach Vincent ein Wert von unter 167 Mikro-Siemens / cm haben. Dieses Ziel wird bei Leitungswasser immer seltener und bei Mineralwässern kaum erreicht.

Zwischenzeitlich weiß man, dass die Mineralien im Wasser eher zu Ablagerungen führen und vom Körper nicht verstoffwechselt werden. Die ausreichende Mineralienzufuhr erfolgt über die Nahrung. Das Wasser sollte hingegen so mineralarm wie möglich sein, damit die Zellen ihre Schlacken abgeben können.

Die Leitungswässer in Deutschland haben einen Leitwert, welcher zwischen 350 und 1400 Mikro-Siemens / cm liegt. Im Übrigen bringt das Versetzen des Wassers mit Kohlensäure einen ausschließlichen Geschmacksgewinn - es riecht und schmeckt dann nicht mehr so modrig.....

Die nachfolgende Tabelle (wird laufend ergänzt) gibt Ihnen einen Überblick über diverse wahllos ausgewählte Flüssigkeiten.

Art

Herkunft

Leitwert
in Mikro-Siemens / cm

Bemerkungen

destilliertes Wasser

0

Leitungswasser

69469 Weinheim
OT Rippenweier
Höhenweg

617

direkt aus der Kaltwasserleitung

Leitungswasser

69469 Weinheim
OT Rippenweier
Höhenweg

373

im Wasserkocher abgekocht

Leitungswasser

69118 Heidelberg
Am Pferchlhang

117

direkt aus der Kaltwasserleitung

Leitungswasser

Loheland (bei Fulda)

324

direkt aus der Kaltwasserleitung

Leitungswasser

Groß-Rohrheim
Brahmsweg

789

nach Ionentauscher

Mineralwasser

Steinfelsquelle

700

mit Kohlensäure

Mineralwasser

Vittel

602

stilles Wasser

Brunnen

im Wald bei Kunz-Mühle
Großsachsen

347

keine Kennzeichnung
ob Trinkwasser

Brunnen

Herdweg, Ursenbach

123

kein Trinkwasser

Brunnen

Goldbrunnen, Ober-Hambach

176

keine Kennzeichnung
ob Trinkwasser

Brunnen

Kloster Lobenfeld

347

keine Kennzeichnung
ob Trinkwasser

wird demnächst fortgesetzt...

Reinigung

Um den Leitwert zu senken und sämtliche unerwünschten Stoffe aus dem Trinkwasser zu entfernen gibt es nur ein einziges funktionierendes Verfahren: Die Umkehrosmose.

Hierbei wird Wasser durch eine Membran gepresst, die nahezu nur H2O passieren lässt. Anschließend sollte es leicht mineralisiert und energetisiert werden, damit es dem natürlichen Wasser wieder näher kommt.

Viele öffentliche Brunnen, die Tiefenwasser(!) zu Tage bringen haben im Übrigen einen recht guten Leitwert. Aufpassen muss man allerdings immer mehr an nicht gekennzeichneten Brunnen. Durch die immer weiter voranschreitende Übersäuerung des Bodens muss immer häufiger mit einer erhöhten (Schwer-)metallbelastung gerechnet werden.

Nach Vincent können die Leitwerte wie folgt eingestuft werden:

49 - 89

sehr gute entschlackende und entgiftende Wirkung

90 - 129

gute entschlackende und entgiftende Wirkung

130 - 199

noch befriedigend

200 - 299

keine Wirkung mehr

300 - 499

bereits belastend

500 - 1299

schlecht

> 1300

stark belastend

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