Luftschall

Wenn Luftmoleküle aneinanderstoßen, wird dies als Luftschall bezeichnet. Dieser pflanzt sich hierin mit ca 340 m / sec fort. (Im Wasser beträgt die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Schalls 1500 m/s und in Stahl 5000 m/s)

Während das Gehör vieler Tiere weitaus empfindlicher ist, kann das menschliche Gehör in der Regel Frequenzen zwischen 20 und 20.000 Hertz wahrnehmen. Interessant ist, dass wir nicht nur mit dem Ohren, sondern auch mit der Haut und den Knochen hören können. Über die Füsse ist beispielsweise die Wahrnehmung von Musik, über die Knochen auch die Frequenzen über und unter dem Wahrnehmungsbererich der Ohren möglich. Dies betrifft aber mehr den Körperschall.

Gemessen wird der Schalldruck in dB, wobei 6 dB eine Verdopplung des Schalldrucks beträgt. Das menschliche Gehör nimmt Werte von 0 db bis zur Schmerzschwelle von 130 dB (und darüber) wahr. Interessant ist, daß ein Lautstärkeunterschied erst bei einer Änderung von 8 - 10 dB empfunden wird.

Die Messung erfolgt in db(A) oder db(C). Beide Messkurven geben das Lärmempfinden nur bedingt wieder. Während sich der Wert db(A) am Hörempfinden des menschlichen "Standardohrs*" orientiert, ist die Bewertung der Frequenzen bei db(C) weitaus linearer. db(C) wird daher in der Hauptsache zur Bewertung niederfrequenter Geräusche herangezogen.

Am ehesten können diese Messwerte Aufschluss über eine mögliche organische Gesundheitsgefährdung des Ohres geben. Sie geben aber keinerlei Aufschluss über mögliche seelische Störungen, welche durch minimale Geräusche in den Ruhephasen entstehen können.

Unser Gehör ist noch immer auf das Erkennen heranschleichender Gefahren (auch wenn es den ollen Säbelzahntiger schon lange nicht mehr gibt) getrimmt. So können kleinste Geräusche, welche als Gefahr eingestuft werden, den Schlaf unterbrechen und ein Einschlafen unmöglich machen.


* Ein Ohr, dass es nachgewiesenermaßen nicht geben kann. Kinder, Heranwachsende, Erwachsene und ältere Menschen haben ein sehr unterschiedliches Hörempfinden und bewerten die Frequenzanteile des Schalls sehr unterschiedlich. Mit voranschreitender Schwerhörigkeit werden von vielen Menschen gerade tiefere Frequenzen viel stärker bewertet.

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