Hygiene im Haushalt

Viele Probleme, welche sich gesundheitlich auswirken können, sind im wahrsten Sinne des Wortes hausgemacht.

Reinigungstücher

Putzlappen, Geschirrtücher und Schwämme müssen nach jeder Nutzung selbst gründlich ausgewaschen werden und die Möglichkeit haben, vollständig auszutrocknen. Verschmutze, nasse und zusammengeknüllte Lappen sind eine Brutstätte für für Keime aller Art, die bei der nächsten Nutzung dann großzügig dort verteilt werden, wo es eigentlich sauber werden soll.

Handtücher

Für diese gilt das gleiche wie für die Putzlappen. Handtücher müssen nach der Nutzung locker aufgehängt werden, um möglichst schnell trocknen zu können. Je mehr trockene Luft dabei an die Oberflächen kommt und je kühler diese ist, desto geringer ist die Gefahr, dass diese verkeimen.

Kontraproduktiv sind dabei die Handtuchheizkörper. Wenn Sie Ihr feuchtes Badetuch darüber hängen bildet sich zwischen den beiden Handtuchhälften eine optimales Treibhausklima für das Wachstum von Schimmel, Hefen und Bakterien.

Auch zur Vermeidung von Schimmelbefall an den Oberflächen ist es notwendig, das feuchtwarme Klima im Bad nach dem Duschen oder Baden schnellstens abzulüften. Dabei sollte man Bedenken, dass saugfähige Materialien längere Zeit brauchen, um Ihre Feuchte abzugeben. Nach dem Schließen der Fenster ist es daher ratsam, die Badezimmertür zur Wohnung hin aufzulassen.

Betten

Hausstaubmilben und Bettwanzen fühlen sich in vielen Betten immer wohler, da diese nicht ausreichend gelüftet und dadurch entfeuchtet werden.

Nach dem Schlaf sollte das Bettzeug von der Matratze entfernt und aufgeschütttelt werden. Auch hier gilt: Je mehr frische, trockene und kühle Luft an das Bettzeug kommt, desto besser ist es für die Hygiene.

Früher legte man die Betten regelmäßig in die Fenster, um diesen Prozess zu beschleunigen. Dadurch konnte durch die Sonneneinstrahlung der Effekt noch verstärkt werden.

Zahnbürsten

Diese werden in der Regel viel zu selten getauscht und schon gar nicht gründlich gereinigt. In den Ablagerungen auf der Bürste fühlt sich aber genau das wohl, von dem wir uns mit dem Zähneputzen eigentlich befreien wollen.

Angeraten ist ein Tausch drei bis vier mal jährlich und auch die gelgentliche Reinigung in der Spülmaschine hilft, die Beläge auf der Bürste zu entfernen.

Kühlschränke

Diese sind ein Hort für viele Mikroben.

Auch wenn die niedrigen Temperaturen deren Wachstum verlangsamen - verhindern können sie dieses nicht.

Sehr viele Ablagerungen finden sich im Bereich des Kondenswassersammlers. Dieser zeigt sich innerhalb des Kühlschrankes meist in Form eines kleinen Lochs in einer Rinne auf der Rückseite. Die Rinne, deren Öffnung nach außen und die Verdunstungsschale oberhalb des Kompressors sind meistens stark verschmutzt und sollten regelmäßig gereinigt werden. Dies glit auch für die Dichtungen und alle anderen Oberflächen.

Bewährt hat sich hierbei eine Essiglösung (Wasser, Essig, Spülmittel) da diese nicht nur die Reinigung unterstützt, sondern auch gegen Bakterien und Gerüche ein gutes Mittel ist.

Spül- und Waschmaschine

Viele denken nicht daran, dass auch Spül- und Waschmaschinen regelmäßig gereinigt werden müssen.

Für Spülmaschinen gibt es spezielle Tabs, welche die manuelle Renigung unterstützen können.

Bei Waschmaschinen muss das Flusensieb, die Gummidichtungen, das Waschmittelfach und die dazugehörige Einschublade regelmäßig gereinigt werden. Das häufige Auskochen des Gerätes mit Zitronensäure und Waschmittel unterstützt auch hier die Wirkung.

Kaffeemaschinen

Feuchtes Kaffeepulver, Aufschäumer und das gesamte Brühsystem sind ein idealer Platz für Schimmel und Bakterien.

Auch hier gilt das Gebot der häufigen Reinigung nach Herstellerangabe und der täglichen Entsorgung der Rückstände.

Mülltonnen

Insbesondere feuchter Müll sollte so schnell wie möglich aus dem Haus gebracht werden, damit sich das Leben darin gar nicht erst ausbreiten kann.

Doch auch der Aufstellplatz für die Mülltonnen ist wichtig. Diese gehören an einen schattigen, möglichst kühlen und abgeschiedenen Ort und keinesfalls in die pralle Sonne.

Wasserfilter

Alle Wasserfilter gehören regelmäßig gereinigt und die zugehörigen Filtermedien (Patronen, Fliese, Siebe, etc.) zumindestens nach Wartungsplan getauscht.

Hierzu gehören auch die Filter in der Nähe der Hauptwasseruhr. In den meisten Haushalten ist zumindstens ein Rückspülfilter montiert, der regelmäßig gereinigt gehört.

Auch Ionentauscher müssen regelmäßig gewartet und gereinigt werden.

Putzgewohnheiten

Je häufiger das Wischwasser gewechselt wird, desto mehr Schmutz kann aufgenommen werden.

Reinigungsmittel sind beim Wischwasser nur Zusätze, welche die Reinigungswirkung des Wassers verbessern sollen.

mangelhafte Lagerung

Es gibt keine wirklich dichten Verpackungen. Verbundsysteme bestehen aus mehreren Schichten (Kartonage, Aluminium, Kunststofffolie), um eine möglichst hohe Sicherheit gegen Keime und Gerüche bieten zu können. Dennoch können beispielsweise Geruchsstoffe aus Reinigungsmitteln im Lauf der Zeit hindurchdiffundieren. Noch stärker tritt dies bei offenen Lebensmitteln, Eiern, Obst und Gemüse auf. Die räumlich getrennte Lagerung von Lebensmitteln und eine gute Durchlüftung des Lagerraumes ist daher sehr wichtig.

abgelaufene Produkte

Die regelmäßige Kontrolle des eigenen Lagers hilft schon im Vorfeld eine Verkeimung auszuschließen. Abgelaufene Produkte gehören überprüft und gegebenenfalls entsorgt. Insbesondere gilt dies für Kosmetika und Medikamente, welche in vielen Haushalten ein biblisches Alter erreichen bevor sie endlich entsorgt werden.

Fugen

Alle Fugen werden im Lauf der Zeit undicht. Zumindestens die Silkon- bzw. Acrylfugen gehören regelmäßig überprüft. Lösen sich diese ab müssen sie vollständig entfernt und erneuert werden.

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